MURRAY MOUND KEHRT ZURÜCK...
Neue Studie zeigt: BritInnen werfen jährlich fast 440 Millionen weiße Kleidungsstücke weg. Judy Murray unterstützt die Kampagne, um weiße Kleidung länger im Einsatz zu halten.
• Jeden Tag landet in Großbritannien ein Berg aus entsorgter weißer Kleidung auf Deponien, der groß genug ist, um mit dem ikonischen Murray Mound zu konkurrieren.
• BritInnen werfen durchschnittlich acht weiße Kleidungsstücke pro Jahr weg – das entspricht geschätzt 440.178.024 Kleidungsstücken jährlich.
• Flecken, Vergrauung, Mattheit und Vergilbung zählen zu den Hauptgründen, warum Menschen keine weiße Kleidung mehr tragen, obwohl viele dieser Probleme vermeidbar sind.
• Judy Murray und Dr. Beckmann haben auf Londons Southbank eine Installation aus aussortierter weißer Kleidung enthüllt, passend zur Tennissaison, in der Tennisweiß im Mittelpunkt steht.
London, 29. Juni 2026 – Der Murray Mound feierte sein Comeback – allerdings nicht dort, wo man es erwarten würde. Stattdessen wurde das berühmte Wahrzeichen als Haufen aus entsorgter weißer Kleidung neu interpretiert, nachdem Berechnungen ergeben haben, dass täglich ein Hügel in der Größe des Murray Mound auf britischen Deponien landet.
Henman Hill wurde während des Karrierehöhepunkts des britischen Tennisstars Andy Murray in den 2010er-Jahren bekanntlich in Murray Mound umbenannt. Nun erhält der Name eine neue Bedeutung: Ein eindrucksvoller Berg aus fleckiger, vergrauter und verfärbter weißer Kleidung soll das Ausmaß des britischen Textilmüllproblems verdeutlichen.
Initiiert von Judy Murray und geschaffen von den Reinigungs- und Wäschespezialisten von Dr. Beckmann wurde die Installation an Londons Southbank enthüllt. Sie nimmt die ikonische weiße Tenniskleidung auf und ruft BritInnen dazu auf, ihre weiße Kleidung länger im Spiel zu halten. Der fünf Meter hohe und acht Meter breite Berg besteht aus Tausenden aussortierter weißer Kleidungsstücke, die vor der Deponie gerettet wurden, und spiegelt den berühmten Dresscode des Tennissports in Weiß wider.
Eine von Dr. Beckmann und den Experten für zirkuläre Kleidung von Reskinned in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass Weiß offiziell die beliebteste Farbe für Sommerkleidung in Großbritannien ist – zugleich aber eine der Farben, die am häufigsten entsorgt werden. BritInnen geben an, durchschnittlich acht weiße Kleidungsstücke pro Person und Jahr wegzuwerfen. Hochgerechnet entspricht dies 440.178.024 weißen Kleidungsstücken jährlich in Großbritannien.
Die durchschnittliche Lebensdauer farbiger Kleidung liegt etwa ein Drittel, genauer gesagt 36 Prozent, über der von weißer Kleidung. Hauptursachen sind Flecken, Vergrauung und Verfärbungen. Fast ein Drittel der Befragten, 30 Prozent, gab an, Flecken seien der Hauptgrund dafür, weiße Kleidung nicht mehr zu tragen. 26 Prozent nannten Vergrauung oder nachlassende Strahlkraft, 22 Prozent Vergilbung. Das Ergebnis ist ein Kreislauf des Ersetzens statt des Erhaltens. Durchschnittlich wird erwartet, dass BritInnen im Laufe ihres Erwachsenenlebens 212 weiße T-Shirts kaufen.
Judy Murray sagte: „Als Mutter erinnere ich mich nur zu gut an den ständigen Kampf, die weißen Tennis-Outfits von Andy und Jamie auch wirklich weiß zu halten. Grasflecken, Schweißspuren, Schlamm – alles kam mit nach Hause. Deshalb weiß ich aus eigener Erfahrung, wie schnell weiße Kleidung nicht mehr wie neu aussieht. Aber der Gedanke, dass jeden einzelnen Tag ein Berg aus weggeworfener weißer Kleidung in der Größe des Murray Mound auf der Deponie landet, ist äußerst besorgniserregend. Tennis und weiße Kleidung gehören untrennbar zusammen. Deshalb gibt es keinen besseren Zeitpunkt, auf dieses Thema aufmerksam zu machen.“
Die Studie zeigt, dass viele entsorgte weiße Kleidungsstücke durch bessere Waschgewohnheiten und Pflege gerettet werden könnten. 52 Prozent der Befragten waschen weiße Wäsche nicht immer separat und riskieren dadurch Farbübertragungen, Vergrauung und einen Verlust der Leuchtkraft. Während Secondhand-Läden mit 63 Prozent weiterhin die beliebteste Anlaufstelle für unerwünschte Kleidung sind, geben 29 Prozent zu, Kleidungsstücke direkt im Hausmüll zu entsorgen.
Chloe Baker von Dr. Beckmann, Hersteller von Glowhite, das Vergrauung und Mattheit vorbeugt, sagte: „Fast die Hälfte der BritInnen wäscht weiße Kleidung zusammen mit Buntwäsche. Das kann Vergrauung und Mattheit beschleunigen. Gleichzeitig führen Flecken, Schweißspuren und Vergilbung dazu, dass viele Menschen Kleidungsstücke ersetzen, die häufig noch gerettet werden könnten. Wir sind überzeugt, dass Menschen für jede Aufgabe die richtigen Hilfsmittel benötigen. Unsere Mission ist es, VerbraucherInnen dabei zu unterstützen, Kleidung besser zu pflegen, weniger zu verschwenden und weiße Kleidung länger im Einsatz zu halten.“
Weiße Kleidung ist zudem mit einem besonderen Secondhand-Stigma belastet. Mehr als ein Drittel der Befragten, 37 Prozent, hält Weiß für die am schwersten weiterzuverkaufende Farbe, da Flecken und Gebrauchsspuren leichter sichtbar sind. Jede dritte Person gab zudem an, weniger wahrscheinlich gebrauchte weiße Kleidung zu kaufen. 21 Prozent glauben außerdem, dass weiße Kleidungsstücke häufiger von Wohltätigkeitsorganisationen abgelehnt werden. Unter denjenigen, die Kleidung im Hausmüll entsorgen, zählen Alltagsbasics zu den am häufigsten weggeworfenen Artikeln. Socken stehen mit 62 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Boxershorts und Unterhosen mit 47 Prozent, Damenslips und Strings mit 38 Prozent, T-Shirts mit 35 Prozent sowie BHs mit 31 Prozent – viele davon weiße oder helle Basics, die besonders anfällig für Flecken und Verfärbungen sind.
Ross Barry, Mitgründer von Reskinned, sagte: „Zum ersten Mal liegen Schätzungen vor, die spezifisch nach Farbgruppen differenzieren. Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie anfällig weiße Kleidung dafür ist, entsorgt zu werden. Weiße Kleidungsstücke lassen sich oft schwerer weiterverkaufen oder spenden, weil Flecken, Gebrauchsspuren und Verfärbungen leichter sichtbar sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben. Wir setzen uns dafür ein, Kleidung – auch mit Flecken – nach Möglichkeit ein zweites Leben zu geben. Über unser Rücknahmeprogramm sammeln wir nicht mehr benötigte Kleidung direkt von VerbraucherInnen und finden für jedes Teil den bestmöglichen nächsten Verwendungszweck – sei es Wiederverkauf, Reparatur, Wiederverwendung oder Recycling. So bleiben Textilien länger im Umlauf und landen seltener auf Deponien.“
Um VerbraucherInnen dabei zu unterstützen, ihre weiße Sommerkleidung zu retten, hat Dr. Beckmann zudem „The Washing Line“ gestartet – eine spezielle Wäsche-Hotline (+44 161 841 2861), die in den kommenden zwei Wochen Expertentipps gegen Flecken, Mattheit und Verfärbungen bietet.
Hinweis:
Studie durchgeführt von One Poll mit 2.000 britischen Erwachsenen, Juni 2026.
Studie durchgeführt von Reskinned, 2026.
Studie durchgeführt von WRAP, 2025.